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Janssen seit 50 Jahren ehrenamtlich tätig

Bericht vom 31.01.2015 (Hilko Schwitters)

Quelle: Ostfriesischer Kurier

TuRa Marienhafes Vorsitzender stellt sich am 20. Februar nicht mehr zur Wiederwahl

Die Funktionärskarriere reicht vom Kassierer bis zum Vereinschef.

Wie bereits kurz gemeldet, tritt der erste Vorsitzendeder Turn-und Rasensportgemeinschaft 1946 (TuRa) Marienhafe, Alfred Janssen, bei der Jahresversammlung des Vereins am 20. Februar im Hotel Zur Waage in Marienhafe nicht mehr zu einer Wiederwahl an. Nach 15 Jahren als Chef von TuRa und einer insgesamt rund 50 Jahre langen Tätigkeit als ehrenamtlicher Mitarbeiter in verschiedenen Positionen möchte der jetzt 70-jährige den Vorsitz des Mehrspartenvereins in jüngere Hände abgeben. So ganz ohne Vorstandsarbeit geht es bei Alfred Janssen trotzdem nicht, er bleibt bei TuRa der Spartenleiter der Tennisabteilung und außerdem noch der erste Vorsitzende des Mühlenvereins „Sterrenberger Mühle“ sowie erster Vorsitzender des Heimatvereins Schottjer Dreesche. Schon früh fand Alfred Janssen zum Sport. 1957 schloss er sich den Fußballern von TuRa Marienhafe an, spielte bei den Knaben, den Schülern und in der Jugend. „Damals waren wir auch schon erfolgreich und spielten ab 1961 in der derzeit höchsten Klasse, der Jugendbezirksklasse“, erinnert er sich und weiß auch noch, dass Klaus Schindler der Trainer war. Während der Bundeswehrzeit war er zunächst in der zweiten Mannschaft aktiv, rückte dann aber in die Erste auf und war mehrere Jahre lang Stammspieler. So ganz „nebenbei“ bewies Janssen auch leichtathletisches Talent: 1967 gewann er die Kreismeisterschaft über 3000 Meter auf der Bahn in sehr guten 9:35,6 Minuten. „Mit deutlichem Abstand folgte Altmeister Helmut Fischer“, berichtete der KURIER damals. „Zum Training bin ich mit richtig viel Tempo zweimal um die Schottjer Dreesche gerannt, das waren ungefähr zwei Kilometer pro Runde“, schildert er seine Vorbereitungen. Eigentlich wollte Janssen nach den Jahren im ersten TuRa-Team nur noch ein wenig mit den Kumpels in unteren Mannschaften kicken. Doch dann trennten sich einige Akteure von der TuRa und gründeten den FC Brookmerland. Für den neuen Verein lief Janssen noch zwei Jahre in deren erster Mannschaft auf und spielte auch noch einige Zeit in unteren Mannschaften mit. Inzwischen hatte er aber seine Leidenschaft für den Tennissport entdeckt, seit 1975 ist er beim „weißen Sport“ dabei, und zwar bis heute mindestens einmal wöchentlich. Mit der Tennismannschaft von TuRa spielte er zeitweise in der Bezirksliga. Mit der Übernahme des Amtes eines dritten Kassenwartes begann für den gelernten Steuerberater die ehrenamtliche Vereinstätigkeit. „Damals wurden die Beitragslisten noch von Hand erstellt und das Geld bar einkassiert“, erzählt Janssen. 1996 wurde er dann zum zweiten Vorsitzenden des Gesamtvereins gewählt. Als 2000 der damalige erste Vorsitzende Kurt Knippelmeyer verstarb, rückte er an dessen Stelle. Bescheinigt wird ihm eine souveräne Vorstandsarbeit. Doch Janssen wiegelt ein wenig ab: „Die Arbeit machen die Spartenleiter.“ Eines hätte er in seiner Amtsperiode noch gern geschafft: Die Anlage eines Kunstrasenplatzes für den Hartplatz in Upgant-Schott. Doch die Sanierung der Kurt-Knippelmeyer- Sporthalle lässt weitere hohe Ausgaben zurzeit nicht zu. „Ich habe gar keinen Antrag mehr gestellt“, so Janssen. Auch nach dem 20. Februar bleibt für den Rentner im Unruhestand noch viel zu tun. Neben den Vorstandsposten im Mühlenverein und im Heimatverein sowie der Abteilungsleitung im Tennis möchte er sich etwas mehr um seine Enkel kümmern.