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Nach 22:17 hagelt es Zeitstrafen

Bericht vom 14.03.2016

Quelle: Ostfriesischer Kurier

TuRa verliert 24:27

Elf Hinausstellungen und drei rote Karten mussten die Marienhafer hinnehmen. Zum Schluss standen nur nur noch zwei Feldspieler auf dem Platz.

Vom verpassten Sprung auf den dritten Platz in der Verbandsliga Nordsee hat nach dieser turbulenten Partie in der Norder Conerus-Halle niemand mehr gesprochen. Bei der 24:27- Heimniederlage (15:15) von TuRa Marienhafe gegen ATSV Habenhausen II rückten für die Gastgeber vielmehr die beiden Schiedsrichter aus Schüttorf in den Mittelpunkt. „Wir hatten 1000 Fragen, weil wir ihre Entscheidungen nicht verstanden haben. Es gab aber keine Antworten, sondern nur Zeistrafen“, sagt TuRa-Trainer Victor Pliuto. In der hektischen Schlussviertelstunde gaben die Marienhafer Handballer eine 22:17-Führung aus der Hand und kassierten statt möglicher weiterer Pluspunkte insgesamt elf Zeitstrafen sowie drei Rote Karten. Die gegnerische Drittliga-Reserve aus Bremen musste ihrerseits sieben Hinausstellungen hinnehmen. Weil die von TuRa im Gegensatz zu den Gästen aber zumeist in das spielentscheidende letzte Drittel fielen, mussten die Marienhafer in den letzten Minuten mit nur noch zwei Feldspielern auskommen. Sie blieben gegen sechs Kontrahenten natürlich chancenlos. Ihre Fünf-Tore-Führung in der 40. Minute war da längst vergessen. Nach dem 23:20 (45.) kippte die Partie beim 23:24 (55.). TuRa glich noch zum 24:24 aus. Mehr als dieses eine Tor gelang den Gastgebern in 15 Spielminuten allerdings nicht. „Wir haben nicht stark gespielt“, bilanziert Pliuto. Personelle Probleme schlugen einmal mehr durch: Sören Rossow waren die Folgen seiner Erkältung anzumerken, Helmut Kramer und Kai Gronewold halfen ohne ausreichende Trainingsvorbereitung aus, Youngster Nico Krüger meldete sich nach längerer Verletzungspause zurück. Dennoch schaffte TuRa es einmal mehr, seine Klasse in die Waagschale zu werfen und einen berechtigten Anspruch auf einen Punktgewinn anzumelden. In der ausgeglichenen ersten Halbzeit machten die Marienhafer einen 8:11-Rückstand (20.) gegen einen auf Tempo-Handball setzenden Kontrahenten wett. Bestens von Pliuto in der Pause eingestellt, schien TuRa mit einem guten Beginn der zweiten Halbzeit die Wende einzuläuten. Über 19:15 (35.) gab Marienhafe das Kommando an. Darauf schwanden stetig die Kräfte, dafür wurde die Hektik immer größer. Die Gastgeber monierten mehrfach in ihren Augen fragwürdige Entscheidungen der Unparteiischen. Negativer Höhepunkt war aus ihrer Sicht eine Rote Karte für Menke Poppinga, der von der Seite kam und mit einem Sprung einen Angriff unterband. „Die Schiedsrichter haben das als Tätlichkeit ausgelegt. Auch der Gästetrainer hat die Unparteiischen darauf hingewiesen, dass das kein Foul war“, erklärt Pliuto. Für seine Nachfragen und für die Kritik des verletzten Vincent Brumund gab es zwei weitereRote Karten gegen die TuRa-Bank. In mehrfacher Unterzahl kippte die Partie nach dem 23:22 (54.). Die Gäste nahmen das Geschenk dankend an.

TuRa Marienhafe: Maltzahn, Haneburger – Speckmann (5), Kramer (3), T. Poppinga (3), Janssen (5/3), Rossow (5), M. Poppinga (1), Gronewold (1), Strube, Krüger.