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Für Überraschung reicht Kampfgeist allein nicht

Bericht vom 25.01.2016

Quelle: Ostfriesischer Kurier

TuRa Marienhafe verliert 23:29 gegen Tabellenführer SG HC Bremen/Hastedt – Fehlerquote zu hoch

Nach knapp 40 Minuten war das Spitzenspiel entschieden.

Für ihren nimmermüden Einsatz und ihre gute Moral wurden die TuRa-Herren mit reichlich Applaus der Zuschauer in der Norder Conerus-Halle bedacht. Zu einer Überraschung hat es für die Marienhafer Handballer gegen den Spitzenreiter der Verbandsliga Nordsee nicht gereicht. 35 Minuten bis zum 13:16 hielten die Gastgeber mit. Darauf zog der Aufstiegsaspirant SG HC Bremen/Hastedt unaufhaltsam zum 29:23-Sieg (12:16) davon.„Wir haben viel probiert und alles unternommen. Um aber ein solches Spiel gewinnen zu können, muss alles passen“, sagte TuRa-Trainer Victor Pliuto. Zu viele Fahrkarten im Angriff und technische Fehler ließen die Aufholjagd der hoch motivierten Gastgeber früh abreißen. Dazu musste sich TuRa zu häufig in Unterzahl einem breiter aufgestellten Favoriten entgegenstemmen. Achtmal erhielt Marienhafe Zeitstrafen, Gegner Bremen zweimal und das erst in der Endphase, als die Partie gelaufen war.Die beiden Schiedsrichter Thomas Determann und Markus Richter von der TSG Burg Gretesch aus dem 250 Kilometer entfernten Osnabrück ernteten von den Marienhafer Anhängern viel Kritik. Durch die zweite Niederlage in Folge rangiert das Brookmerlander Aushängeschild nun auf Platz fünf. Nach einem spielfreien Wochenende setzt TuRa das harte Programm gegen Top-Teams fort, ehe wieder eine Serie von Gegnern aus der zweiten Tabellenhälfte auf dem Spielplan steht. Als sympathischer Gästetrainer zollte Michael Krieter nach Spielschluss den Marienhafer Spielern und Coach Pliuto per Handschlag Respekt. Schon vor dem Anpfiff hatte der Ex-Star, bekannt als 95-facher Nationalspieler und langjähriger Torhüter des THW Kiel, alle Offiziellen begrüßt und sich auch nach dem Wohlbefinden von Vincent Brumund erkundigt, der nach seiner erfolgreichen Kreuzband-Operation die Partie als Zuschauer verfolgte. TuRa sorgte mit einer aggressiven Abwehr und einer 4:3-Führung (8.) durch Keno Lücken zunächst für Eindruck. Die ersten beiden Zeitstrafen und die ersten vier Hänger der Gastgeber nutzten die Bremer indes konsequent, um zügig auf 8:4 (12.) davonzuziehen. Pliuto plünderte die komplette Trickkiste: Marienhafe holte einmal mehr Helmut Kramer als Abwehrstratege zurück, ließ ihn als zweiten Kreisläufer neben dem A-Jugendlichen Nico Krüger spielen. Kai Gronewold wurde – nach fünf verworfenen Siebenmetern in Rotenburg – als Vollstrecker reaktviert, im Nachwurf erzielte er das 5:8 (13.). Doch die nächsten Zeitstrafen folgten, sodass der Tabellenführer auf 14:8 (23.) erhöhen konnte.Während bei TuRa Jonas Speckmann wegen einer Schulterverletzung schmerzlich vermisst wurde, steckten die Bremer das Fehlen ihres Spielmachers Marten Franke problemlos weg. Der vom OHV Aurich zu seinem Stammverein Hastedt zurückgekehrte Franke muss wegen einer Knieverletzung pausieren und fungierte in Norden als Co-Trainer. Die beiden Zwei-Meter-Männer im Rückraum der SG zogen hier und da trocken ab, während sich Keno Lücken und Sören Rossow aufrieben. Für kurze Entlastung sorgte Kai Gronewold. Gegen den geförderten Aufstiegsaspiranten, der hoch in die Dritte oder gar Zweite Liga will, steckte TuRa nie auf. Mit dem 13:19 nach knapp 40 Minuten war die Partie indes früh entschieden. „Es war wichtig, das wir nachgelegt haben“, war Krieter froh, die nächste Hürde genommen zu haben.

TuRa Marienhafe: Maltzahn, Spinneker – Kramer (1), Tido Poppinga (3), Gronewold (5/2), Janssen (4), Rossow (5), Lücken (3), Krüger (2), Menke Poppinga.

Bilder zum Bericht:


Wie eine Wand. Für die im Rückraum vielbeschäftigten Keno Lücken (l., am Kreis Nico Krüger)
und Sören Rossow gab es kaum ein Durchkommen gegen die großen Bremer.