Aktuelle Termine:
Verein:
10.07.2022, 11:00:
TuRa Jahreshauptversammlung 2022

Asse von früher heute Talentschmiede

Bericht vom 12.03.2022 ( )

Quelle: Ostfriesischer Kurier

Sie heißen Magnus, Lenn und Simon. Und zusammen mit den anderen 22 Jungs aus der C- und D-Jugend können sie sich beim Handballtraining von TuRa Marienhafe so richtig nach Herzenslust austoben. Dabei genießen diese drei ihr Hobby sogar ganz eng gemeinsam mit ihren Vätern. Denn Elmar Harms, Ralf Meyer und Andreas Klaassen trainieren die beiden Nachwuchsmannschaften ihrer Söhne. Selbst als Spieler liefen sie noch gemeinsam in der Ober- und Verbandsliga für TuRa auf und schrieben Vereinsgeschichte. Mit seinem Einsatz als Coach sowie Betreuer hilft das Trio nun ehrenamtlich tatkräftig mit und gibt viel an den wichtigen Nachwuchs zurück. Schließlich ist die Handball-Hochburg auf ihren Talentschuppen angewiesen.

Das Interesse ihrer Söhne am schnellen Hallensport kommt natürlich nicht von ungefähr. TuRa profitiert davon. Dass handballbegeisterte Mütter und Väter in der großen Jugendabteilung anpacken, gehört als wichtige Zutat fest zum Erfolgsrezept dazu (siehe Infokasten). Die Jungen der Jahrgänge 2007/2008 sowie 2009/2010 haben das Glück, gleich ein Trio mit hochklassiger Erfahrung als Lehrherren genießen zu können. Bei Elmar Harms, dem langjährigen Leistungsträger von TuRa im Rückraum, war das nicht geplant. „Eigentlich war ich raus aus dem Handball. Als ich vor vier Jahren gefragt wurde, ob ich mal mitfahren könne, habe ich dann gleich Blut geleckt“, erzählt Harms. Die Konstellation mit Meyer und Klaassen ergab sich zufällig durch ihre Söhne in gleichen Jahrgängen. Was Harms, der als selbstständiger Tischlermeister in Upgant-Schott beruflich stark eingespannt ist, motivierte?

„Erstens bin ich natürlich dort hineingesogen worden, weil die eigenen Kinder dort spielen“, sagt der 48-Jährige. Neben seinem zwölfjährigen Sohn Magnus spielen auch seine beiden Töchter Milla und Eva. Und zweitens? „Hallo, Handball?!“, fragt Harms mit einem Augenzwinkern zurück. Dafür schlägt sein Sportlerherz. Bereits seit den 1980er-Jahren ist der ehemalige Rückraumspieler Fan des THW Kiel, hat selbst mit TuRa Freundschaftsspiele gegen die Profis ausgetragen und genießt immer noch ihre Auftritte. Im Februar 2020, kurz vor Corona, fuhren die Trainer mit ihren Jugendhandballern nach Kiel. Im Jahr zuvor erlebte Harms mit seinem Sohn dort das Champions-League-Final-Four. „Wir reden viel über Handball“, sagt der Vater, der seinen Sprössling nach dem großen Magnus Wislander benannt hat.

Selbst wurde Elmar Harms als Jugendlicher von namhaften Trainern wie Fritz Schröder, Olaf Hansmeier oder Carl Wilts trainiert. Aber auch seine Mutter Ingrid übernahm schon diese Rolle. Die ist für Elmar Harms selbst nicht neu: Als Erstherrenspieler hat er bereits mit 19 Jahren eine C-Jugend trainiert und Spieler wie Peter Adena, Henning Brouer oder Jens Stöbener betreut – und Andreas Klaassen. „Es war kein anderer da und mir hat das gleich Spaß gemacht“, sagt Harms.

So ist es nach einer Pause auch heute. Eltern-Kind-Gespanne seien schon fast traditionell bei TuRa. Für Harms greift das aber noch viel weiter: „Die Eltern unserer Kinder der beiden Mannschaften machen super mit. Es ist immer jemand da, der mithilft. Sie ermöglichen ihren Kindern das“, lobt der Coach. Mit seinen ehemaligen Mannschaftskameraden als Trainer-Trio versteht er sich blind.

Sie werden bei bis zu 25 Spielern gefordert. Der starke Keeper Ralf Meyer kümmert sich natürlich um die Torhüter, Andreas Klaassen um die jüngeren und Elmar Harms um die älteren Feldspieler. „Ganz wichtig ist der Spaß. Dazu wollen wir jeden Spieler besser machen“, sagt Elmar Harms. Die Mannschaft wächst. Ziel ist die Landesliga. Dazu haben es fünf Spieler ins Auswahltraining geschafft, das alle zwei Wochen erfolgt. Noch sind sie jung, aber vielleicht tauchen die Namen Harms, Meyer und Klaassen ja wieder in der ersten Herrenmannschaft auf – und noch viele mehr von den Jungs von heute.