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Aufstiegsturnier wjA Landesliga

Bericht über die Vorrunde der 2. Mannschaft in der 1. Kreisklasse West

Bericht vom 16.12.2011 (Wilfried Tammen)

Quelle: Rainer Schindler

Zunächst möchte ich die 2. Mannschaft auf unserer weltweit abrufbaren Webseite, also von Ostfriesland bis Australien, von meiner alten Heimat Karlsruhe bis Südafrika, kurz einzeln vorstellen, in der aktuellen Aufstellung von Nr. 1 bis Nr. 6.

Nr. 1 - "Tebbi" mit Vornamen Benjamin, unser junger Wilder und bestimmt Schwarm unzähliger weiblicher Teenies, dazu hoch talentiert, kann unglaublich ziehen bzw. hammerhart draufhauen, aber statistisch gesehen treffen vier von fünf dieser ungestümen Angriffe leider nicht die Platte. Dafür wird er bestimmt einmal ein exzellenter Presse-Fotograf! Empfehlung an Tebbi - wie wärs mit regelmäßig trainieren?

Nr. 2 - das bin ich selbst, Rainer. Jeder ausgebildete Tischtennis-Trainer müsste bestimmt Kotzen, wenn er mir länger beim Spielen zuschaut. Denn ich habe diese wunderbare Sportart nie schulmäßig gelernt. Besonders ärgert mich noch heute meine 10:12 Niederlage im 5. Satz des letzten Spiel`s gegen den TTC Norden IV! Als Trost steht aber zuhause in meiner guten Stube unser Ü-60-Wanderpokal!

Nr. 3 - Siggi. Unser Tischtennis-Ästhet - Vorhand, Rückhand, Beinarbeit, fast alles perfekt. Ein ernsthafter Kandidat als die kommende Nr. 1! Unabhängig davon macht er sich auch als Förderer unserer Jugend nützlich. Manchmal wirkt er ein bisschen dünnhäutig, wenn es knapp wird. Lieber Siggi, ein guter Tipp - Johanneskraut - bei mir hat es geholfen!

Nr. 4 - Peter. So habe ich mir immer einen Bilderbuch-Ostfriesen vorgestellt! Schon über siebzig, mit mindestens einem wenn nicht mehreren künstlichen Hüftgelenken, aber mit einer ungemein faszinierenden Schaufeltechnik. Praktisch sieht das so aus: Der Gegner haut drauf, nochmals und nochmals und Peter schaufelt diese Bälle mit stoischer Ruhe nochmals und nochmals und nochmals uns mit meist besserem Ende zurück. Peter ist ubrigens mein Doppelpartner, und wir haben nach der gesamten Vorrunde noch eine blütenreine Weste. Bravo!

Nr. 5 - Bruno. In Zentimetern gemessen ist unser allerseits geschätzter Abteilungsleiter zwar nicht gerade der Größte, aber sonst durchaus oho. Seine Spezialität sind perfide Aufschläge, die über dem Netz einen kleinen Bogen schlagen und nur ganz schwer returnierbar sind. Leider ist Bruno beruflich und familiär stark eingespannt und somit leider nur selten präsent.

Nr. 6 - Ulli. Mit Ulli habe ich ursprünglich in der "Marktschänke" Skat gespielt, über diesen Kontakt ist er zu unserer Mannschaft gestoßen. Er ist ein Abwehrspezialist und bringt an guten Tagen mit grauwallender Mähne die härtesten Schmetterbälle zurück auf die Platte und seine Gegner zur Verzweiflung. Außerdem ist er so etwas wie unser "Vergnügungswart", wofür ihm auch an dieser Stelle ein besonderer Dank gebührt.

Ausgeholfen haben uns bei Bedarf noch unsere Sportkameraden aus der 3. Mannschaft, und zwar in alphabetischer reihenfolge mein Trainings-Angstgegner Fritz, Horst und Wolfgang.

Und nun noch zu den zusammengefassten Ergebnissen und dem Tabellenstand:

"Vom Gipfel des Glück`s bis in das Tal der Tränen", so könnte man poetisch ausgedrückt den Verlauf der Vorrunde für unsere II. Mannschaft umschreiben.

Wir begannen am 5.9.11 mit einem nicht ganz erwarteten 9:5 Auswärtssieg gegen den PSV Norden II, gefolgt von einem deutlichen 9:0 Kantersieg zuhause gegen den Klassenneuling SV Hage III. Auch das Heimspiel gegen den TTG Holtriem V wurde deutlich mit 9:2 gewonnen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir schon Tabellenführer und einige von uns träumten bestimmt insgeheim schon von der Meisterschaft bzw. dem Aufstieg in eine höhere Klasse, vielleicht gar einer Profi-Karriere. Umso mehr da wir auch das nächste Spiel auswärts gegen den BSV Wiegboldsbur II mit 9:4 für uns entscheiden konnten. In diesem Match gingen alle drei Eingangsdoppel an uns und bemerkenswert war auch der deutliche Drei-Satz-Erfolg unserres "Ergänzungsspielers" Horst. Super! Wooooowhhh - 8:0 Punkte zu diesem Zeitpunkt - wir waren die größten, sozusagen unschlagbar! Ja, ungeschlagbar, auch beim knappen 9:7 Heimsieg gegen SV Ochtersum IV. "Helden" dieses Spiels war unser Schlussdoppel Schindler/Abegg, das mit eisernen Nerven den entscheidenden Punkt zum Gesamtsieg "einfuhr".

Aber Hochmut kommt bekanntlicherweise zu Fall, und die nicht einkalkulierte 9:5 Auswärtsniederlage gegen Sandhorst III gab uns den entscheidenden Knacks in Richtung "Tal der Tränen". Es folgten weitere deftige Pleiten gegen Ihlow II - bei diesem Spiel weilte ich gerade in meiner alten Heimat Karlsruhe - und gegen Riepe III. Und die deutliche 9:4 Heimniederlage gegen einen ersatzgeschwächten TTC Norden IV war trauriger Schlusspunkt von Platz eins in`s graue Mittelfeld der 1. Kreisklasse West. Und selbst jetzt beim Verfassen dieses Berichtes überfällt mich das kalte Grauen, wenn ich daran denke, dass ich gegen meinen Gegner Bienhoff im 5. Satz schon mit 6:2 bzw. 9:6 geführt hatte, um letztlich blamabel mit 12:10 zu verlieren. Danach dachte ich ernsthaft daran, meinen TT Schläger zu Kleinholz zu machen und dafür mehr Skat zu spielen!

Aber Gott sei Dank gibt es weit wichtigere Dinge im Leben, als Erfolge im Tischtennis, oder? Zum Beispiel das aufmerksame Lesen dieses Berichtes! Weltweit! Ach ja, und noch vielmehr Gesundheit. Die wünsche ich allen unseren Tischtennis-Freunden, auch unseren Gegnern, sogar denen, die uns das weiße Bällchen um die Ohren gehauen haben!

Auf ein Neues in der Rückrunde 2012!

Rainer Schindler